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max 
in: > Ägypten
nabila
24.08.2008 09:15
4 Antwort(en)
03.09.2008

Gigolos in Hurghada und Sharm

 

Jeder Einheimische und jede Einheimische kennt sie: Die Gigolos in Hurghada und Sharm el Sheik! Berühmt und berüchtigt  und bis weit über die eigenen Grenzen bekannt sind sie inzwischen eine negative und unangenehme Berühmtheit in diesem sonst so wunderschönen Land, ein Schandfleck eben, den es geht, schnellstens zu beseitigen.  

 

Sobald eine allein reisende Frau am Flughafen ankommt und ägyptischen Boden betritt, ist sie unter den Augen der Späher, die ständig neu ihre Opfer suchen. Was wollen diese Gigolos?

Zunächst einmal suchen sie eine Möglichkeit nach kostenlosem Sex, natürlich, aber läßt sich eine Frau darauf ein oder verliebt sich sogar in eine solche Type, dann folgt schnell die Frage nach einem Visum für Europa, dann will man schnell in Cairo heiraten und träumt den Traum vom reichen Europa. Besonders Deutschland ist in Ägypten herzlich willkommen.

Kein Liebesschwur, kein noch so süßes Gesäusel und noch so große Lügereien  sind dem glutäugigen, schwarz gelockten Galan zuviel, Hauptsache, er hat eine Touristin in seinen Krallen und bestimmt kurz darauf wo es denn eigentlich lang gehen soll.

Ist die verliebte Frau dann wieder abgereist aber noch in seinen Bann gezogen, folgen weitere Schwüre und das ewige „I love you“ an alle Geliebten in Deutschland oder England wohl bemerkt, denn man hat ja schließlich nicht nur die eine!!

Meint es der ägyptische Lover ernst, wird er seine Freundin oder Frau bald wieder nach Ägypten bitten, sie seinen Eltern vorstellen und Vorschläge für ein gemeinsames Leben unterbreiten. Dazu gehört aber, daß er seine Liebste vorher nicht sexuell bedrängt hat und ihr jede Form von Respekt zollt.

Anders die üble Sorte der dortigen Freier: Ist Frau erst einmal wieder in der Heimat, folgen e-mails mit allen Schwüren auf Mohammed und sein Gefolge und natürlich – so ganz nebenbei – die Frage nach einer finanziellen Unterstützung für die kranke Mutter, den zahnlosen Vater, den studierenden Bruder oder die heiratende Schwester. Und natürlich würde man als Sohn gerne jedem helfen, denn dazu ist man ja verpflichtet – wenn man nur könnte! Also kommt zum Schwur der ewigen Liebe noch die Frage nach dem Auffüllen des Geldbeutels für eben jene armen Kreaturen, die unserer Hilfe dringend benötigen.

Nett sind sie alle, sehr charmant, immer gut gekleidet, denn man kann ja großzügig mit Geld umgehen, die Freunde einladen denn MANN weiß ja, es kommt neues aus der Ferne, sobald man anruft oder nur eine SMS schreibt. Irgendeine der 20 Freundinnen, die sich um ihren Liebsten sorgen, wird schnellstens helfen.

Die Jungs haben sich inzwischen organisiert und gehen auf kriminelle Art und Weise vor. Die Regierung kämpft dagegen an, ist aber noch machtlos. Hier geht es nicht um eine Liebschaft am Urlaubsort, hier geht es um kriminelle Prostitution, die auch in der einfachsten Form in Ägypten verboten ist. Diese Typen schrecken vor nichts, aber auch wirklich nichts zurück. Sie schaden dem Ansehen ihres Landes, schädigen den Ruf ihrer Landsleute, jenen, die es ehrlich meinen und wirklich an einer festen Beziehung interessiert sind. Sie sind dreist und so abgebrüht, daß man nur hoffen kann, dass diesem Treiben bald ein Ende gesetzt wird.

Jeder Frau, die nach Ägypten reist kann man nur raten, sich vorher über den Mann, den sie vielleicht trifft und in den sie sich vielleicht verliebt, eingehend zu erkundigen. Ist er im Tourismus tätig, hat er meist noch andere Bräute in verschiedenen Ländern und finanziert sein Leben auf diese Weise. Oftmals wartet auch die Ehefrau mit der Kinderschar zu Hause darauf, daß die Freundin aus der Ferne bald wieder abreist, genügend Geld da läßt und das normale ägyptische Eheleben wieder seine gewohnte Form annimmt. 

Und natürlich ist immer die Touristin schuld, die ja alleine reiste, im Badeanzug herum lief, ohne männlichen Schutz über die Straßen ging,  und nur auf der Suche nach einem Ägypter war, weil ja nur eine allein reisende Frau ohne Mann grundsätzlich immer auf der Suche nach einem Abenteuer ist und so weiter und so fort und überhaupt.....................

 

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