Über die Jahrhunderte war Bonifacio häufig umlagert und umkämpft. Sarazenen, Pisaner, Genuesen, Spanier, Franzosen und Türken machten sich den navigatorisch und strategisch wichtigen Ort und sicheren Hafen streitig. Im Jahr 828 errichtete der toskanische Markgraf Boniface an gleicher Stelle eine viel umkämpfte Bastion, um die sich über die Jahrhunderte eine pittoreske Ortschaft bildete. Der geschützte Hafen, der schon zu Römerzeiten als Kriegshafen diente, ist heute malerischer Yacht- und Fährhafen. Im 12. Jahrhundert nahmen die Genuesen den Ort ein und besiedelten das nahe Umland. Noch heute wird in Bonifacio ein genuesischer Dialekt gesprochen, der auf Korsika sonst kaum verstanden wird. Im Jahre 1420 versuchten die Spanier unter dem König von Aragon die Stadt zu erobern. Die noch heute begehbare Treppe "Escalier du Roi d’Aragon" soll von den Spaniern in nur einer Nacht vom Meer hinauf zum Ort in die Felsen geschlagen worden sein, um eine Kapitulation der Einwohner zu erzwingen. Die Arkaden und Bögen über den schmalen Gassen waren Teil eines Bewässerungssystems, mit dem Regenwasser aufgefangen wurde, um es in einer Zisterne zu sammeln. In der einstigen Festung war bis 1983 die Fremdenlegion stationiert. Heute ist ein Teil der regulären Armee dort untergebracht. Ein Teil der Bastion kann auch besucht werden. |
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