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 Reiseführer Chania

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Geografie/ Lage: Die Präfektur Chania liegt im westlichen Teil der "Großen Insel ". Den Norden und Westen umspült das Kretische Meer, den Süden das Libysche. Geprägt wird der Inselteil durch die gewaltige Kette der Weissen Berge, die eine sehr grosse Vielfalt an Erscheinungsformen zeigen, z. B. die interessanten Hochebenen von Omalos = Höhe 1080 m , Asfikikou = Höhe 730 m und die vielen wild zerklüfteten kleineren und grösseren Schluchten wie Agia Irini, Samaria, Aradena, Imbros und andere. Die Landschaft, die vom gewaltigen Bergmassiv der Lefka Ori (Weiße Berge) dominiert wird, wird von vielen Schluchten und Höhlen durchfurcht. In der Präfektur von Chania gibt es über 60 Schluchten. Obwohl die bekannteste die Schlucht von Samaria ist (die schönste Europas, die 3 Mal vom Europarat für ihre natürlichen Schönheit ausgezeichnet wurde), stehen die Schluchten von Agia Irini, Imvros, Aradaina oder Theriso ihr in nichts nach. Die zahlreichen Höhlen (ca. 1.500), die Hochebenen (bekannteste die Hochebene von Omalos) und die Wasserlebensräume (Kournas See, Agia, Tavronitis, Georgioupolis) ergänzen die Vielfalt der Landschaft. Einige der schönsten Strände Griechenlands befinden sich in diesem westlichen Teil Kretas.Der in drei Halbinseln auslaufende ebene Norden ist durch das Vorhandensein von wasserreichen Flüssen und Quellen fruchtbar und wichtiges Anbaugebiet für Zitrusfrüchte, Wein, Weizen, Olivenbäume und Frühgemüse, daher dicht besiedelt und touristisch gut erschlossen. Im Südwesten und Süden nehmen die Ausläufer der Weissen Berge fast den ganzen Raum ein. Es gibt nur schmale Streifen bebaubaren Bodens - um Paläochora im Westen und Frango- kastello im Süden - sowie nur wenige kleine Häfen und Siedlungen, d.h. insgesamt weniger Tourismus , wodurch die einzigartige Natur Westkretas zum grossen Teil unzerstört erhalten blieb. Trotz der gebirgigen Struktur ist die Präfektur durch ein gutes Strassennetz erschlossen, so dass der Besucher die einmaligen Schönheiten mühelos erreichen kann. Erwähnenswert ist auch die Insel Gavdos, die einzige bewohnte Insel Kretas und zugleich der südlichste bewohnte Platz Europas. Gavdos liegt 32 Seemeilen von Paläochora bzw. 23 Seemeilen von Chora Sfakion entfernt und wird vor allem in den Sommermonaten regelmässig angelaufen. Geschichte: Die Präfektur Chania ist ebenfalls reich an geschichtlichen und archäologischen Denkmälern. Die Besichtigungen von Falasarna, Polyrinia, Aptera, Diktina, Lissos - Asklipio, Gouverneto, Chrysoskalitisa, Kolimbari, Vamos usw. können sowohl von archäologischem, religiösem als auch naturliebendem Interesse sein. Hauptstadt und Zentrum der Präfektur Chania ist die gleichnamige Stadt. Da Kreta im Verlauf der geschichtlichen Zeit von vielen Völkern und Kulturen geprägt wurde - Minoer, Mykener, Römer, Byzantiner, Venezianer und Ottomanen (Türken) - seit 1913 die Vereinigung mit Griechenland - sind es deren bauliche Überreste, die der Stadt den Stempel einer Einmaligkeit an Schönheit aufgedrückt haben. Dazu kommen die Lage am Meer, an der weiten Bucht von Chania, das malerische Hafenrund, die lange Mole , der Leuchtturm sowie im Süden die imposante Kette der Weissen Berge, die bis in den Mai schneebedeckt sind. Die engen, gepflasterten Gassen, die sich ideal für interessante Spaziergänge bieten, werden von geschmackvoll renovierten Häusern umrahmt. So ist es nicht übertrieben, wenn Chania unter den Städten Kretas den ersten Platz einnimmt. Viele der historischen Gebäude sind gut erhalten , erheben sich über die Stadt und verleihen ihr den einzigartigen Charakter. Chania, als Sitz des unabhängigen Kretischen Staates und Geburtsstätte des Volksführers Eleftherios Venizelos, prägte die Geschichte der gesamten Insel. Sport und Freizeit: Im Sommer werden den Besuchern viele kulturelle Veranstaltungen im Rahmen des Sommerfestivals, das von der Stadtgemeinde organisiert wird, angeboten. Für die Sportfans finden im Frühsommer jährlich die 'Venizelia' statt (ein internationales Leichtathletik-Meeting). Das Nachtleben, mit Tavernen, Bars und Cafes, die das ganze Jahr über in Betrieb sind, konzentriert sich hauptsächlich in der Gegend des alten Hafens. Für die Liebhaber des Meers gibt es westlich und östlich der Stadt von Chania endlos lange Strände ideal zum Schwimmen und mit großem Angebot an Wassersportmöglichkeiten. Sehenswürdigkeiten: Altstadt, Hafenrund mit Leuchtturm, Mole und Arsenalen, Archäologisches Museum im ehemaligen Kloster der Franziskaner ( 16. Jh., besonders eindrucksvoll), Byzantinische und Nachbyzantinische Sammlungen Chanias in der ehem. venezianischen Kirche San Salvatore, Marinemuseum in der Festung Firkas, Städtische Markthalle mit 76 Geschäften , seit 1913, sehr interessant , sauber und einladend , Akropolos mit Ausgrabungen einer moinoischen Siedlung , viele byzantinische Kirchen. Ausflugsziele: Besuch bzyantinischer Kirchen auf der Halbinsel Akrotiri: Kloster Tzangarolou oder Kloster Hlg. Dreifaltigkeit ,17 Jh. ; Kloster Gouverneto, 16. Jh. . In der Nähe Bärenhöhle mit gewaltigem Stalagmiten . Kloster Katholikou oder Kloster des Hl. Johannes des Eremiten, von dort kurze Wanderung durch grossartige Schlucht bis ans Meer möglich. Maleme : Deutscher Soldatenfriedhof Halbinsel Gramvoussa : Fahrt bzw. Wanderung die ganze Halbinsel entlang, Abstieg zum Strand Balo mit seichtem türkisgrünem Wasser = einmalig schön. Falasarna : antiker Hafen und Stadt .Infolge Bodenerhebung in der Spätantike befinden sich die ehem. Bauten 100m landeinwärts und 6,5 m über dem Meeresspiegel. Im Süden schliesst sich ein 3km. langer feiner Sandstrand an. Frauenkloster Moni Chrysoskalitissa an der Westküste , etwas weiter südlich die flache Insel Elafonissi. Durchwanderung der zahlreichen Schluchten. Antike Stadt Aptera und türkische Festung Koules über dem Golf von Souda. Festung Frangokastello am Libyschen Meer , daneben einladender Badestrand. Und noch eine Besonderheit: Wer Kreta in seiner ganzen Länge durchwandern möchte, der kann dem gekennzeichneten alpinen Wanderweg E 4 folgen. Er beginnt im Westen in Kisamos und endet in Zakros auf Ostkreta.
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