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Ausgewählte FeWos und FeHas in Korinth (Korinthia)
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 Reiseführer Korinth (Korinthia)

max 

Korinthia, die Landschaft um Korinth, gibt einen ersten Vorgeschmack von dem, was einen auf der Halbinsel Peloponnes erwartet: herber Salzgeruch vom Meer und klare Bergluft, Weinlese unter flimmernder Herbstsonne, schwere Süße der bienenumsummten, zum Trocknen ausgebreiteten Trauben. Auf Schritt und Tritt begegnen einem Götter, Halbgötter, Nymphen - den Wein nennen sie hier "Blut des Herakles", und das Harz, das dem Retsina sein unverwechselbares Aroma gibt, sind die Tränen einer unglücklichen Nymphe... Auf den Spuren des Altertums wandelnd trifft man auf marmorne Tempelsäulen, herabgestürzte Friese, auf Reste von Heiligtümern und mykenischen Palästen, die, vom Grün der fruchtbaren Erde Korinths überwuchert, die Zeit überdauert haben.


Kurz vor dem Isthmus führt rechts eine Abzweigung nach Loutraki am Fuß des Gerania-Gebirges, ein Stückchen Festland, das schon zur Halbinsel Peloponnes gehört. Strahlend blauer Himmel, weiter Strand, Sonnenbaden und Wassersport. Loutraki ist aber vor allem auch wegen seiner heilkräftigen Quellen berühmt, die ihm auch seinen Namen gegeben haben (Loutra = Heilbad).


Ein Abstecher von hier zur Landzunge, die in den Golf von Korinth hineinragt, führt am See von Vouliagmeni vorbei, der durch einen schmalen Kanal mit dem Meer verbunden ist, zum Heiligtum der Hera in einer malerischen Bucht am Kap Heraion (Ireon). Hera wurde hier als Beschützerin des Kaps und des Hafens verehrt.


Wieder zurück auf der Nationalstraße Athen-Korinth überqueren wir den Isthmus - den "Graben", wie die Griechen ihn nennen - und kommen dann, beim Dorf Kiravrissi, zu einer der bedeutendsten heiligen Stätten des antiken Griechenland, dem Poseidonheiligtum


(7. Jh. v. Chr.), Schauplatz der Isthmien. Diese Spiele, die alle zwei Jahre "in Poseidons Fichtenhain" stattfanden, vereinten alle Stämme Griechenlands und gaben Gelegenheit auch zu politischer Beratung. Zu den eindrucksvollsten Ausstellungsstücken im Museum der Archäologischen Stätte gehören die bemalten Glastafeln.


Der Straße in südlicher Richtung folgend kommt man nach Kehrfes (Kenchreai), dem Ost-Hafen des antiken Korinth am Saronischen Golf. Die Reste einer antiken Kaianlage sind heute im Meer versunken. Über den Fundamenten eines Isis-Tempels wurde in frühchristlicher Zeit eine Basilika errichtet, wohl zum Andenken an den Apostel Paulus, der hier an Land gegangen ist, um den Korinthern zu predigen.


Gleich hinter Kehries liegt der Ferienort Loutro Elenis ("Bad der Schönen Helena"), mit schönem Strand und Heilquellen, das Fischerdörfchen Almiri und am Ende einer Abzweigung zum Meer hin Korfos, weiße Häuschen an einer malerischen Bucht, dicht bewachsen mit Kiefern und Ölbäumen wie die ganze Gegend hier, die mit ihren stillen Stränden und romantischen Fischerhäfen wie geschaffen ist für einen ruhigen und erholsamen Urlaub.
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