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 Reiseführer Korinth

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Das Gebiet um Korinth und den Isthmus, die einzige Landverbindung zwischen Mittelgriechenland und der Peloponnes, war schon in der Frühzeit Durchzugsgebiet griechischer Stämme, die von Norden kommend in die Peloponnes vordrangen. Im 9. Jh. v. Chr. ließen sich die Dorier hier nieder und damit begann der wirtschaftliche und politische Aufstieg Korinths, das mit seiner starken Flotte bald zur ersten Kolonialmacht im Mittelmeerraum wurde (7. Jh. v. Chr.). Die Erzeugnisse korinthischen Handwerks, vor allem Töpferwaren, und so bedeutende Erfindungen wie das "Korinthische Kapitell" und die verbesserte Version der Triere (Kriegsschiff mit drei Ruderreihen übereinander) waren über die Grenzen von Hellas hinaus berühmt. Um ihren Handel zu fördern, befassten sich die Korinther schon im 6. Jh. v. Chr. mit dem Gedanken, den Isthmus zu durchstechen, ein Plan, der jedoch nicht verwirklicht wurde. Stattdessen wurde eine gepflasterte Schleifbahn (Diolkos) angelegt, auf der man die Schiffe über Land vom saronischen Hafen Kenchreai zum Korinthischen Golf und zurück ziehen konnte. Erst der römische Kaiser Nero begann 67 n. Chr. mit den Arbeiten zur Durchstechung des Istmus, die nach seinem Tod unterbrochen und schließlich 1891-1893 mit der Fertigstellung des heutigen Kanals abgeschlossen wurden.
Seine größte Blütezeit erlebte Korinth im 5. Jh. v. Chr. Danach begann der Aufstieg Athens und damit der Niedergang Korinths, das 146 v. Chr. von den Römern völlig zerstört wurde.
Es folgten Überfälle und Plünderungen durch die einfallenden Goten und Slawen, wobei das Werk der Zerstörung durch immer neue verheerende Erdbeben vollendet wurde - von dem gewaltigen Beben 551 n. Chr. hat sich die Stadt nur schwer erholen können. In den folgenden Jahrhunderten wechselten Stadt und Festung auf der Akrokorinth häufig ihre Besitzer - 1358 erobem die Franken die Provinzhauptstadt der Byzantiner, die sie 1395 wieder an sich bringen, um sie 1400 an die Johanniter-Ritter zu verkaufen. 1458 fällt die Stadt an die Türken, die sie 1678-1715 an die Venezianer verlieren. 1822 wird sie von den aufständischen Griechen befreit.
Heute ist Korinth ein wichtiger Umschlagplatz und Verkehrsknotenpunkt, eine moderne, vitale Stadt mit vielen Cafes, Restaurants, Tavernen, Bars und Kinos - aber auch mit einer Apostel-Paulus-Kirche, die die Erinnerung an die erste Christengemeinde der Korinther wachhält. Zum Theaterfestival im Herbst (September-Oktober) kommen Ensembles aus allen Balkanländern; parallel dazu läuft ein Wettbewerb für Laienschauspielgruppen aus ganz Griechenland.
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