Ancona liegt auf dem Conero, einem Vorgebirge aus weißlichem Fels, das in die Küstenlandschaft übergeht. Der Naturhafen an der Adriaküste ist wie ein Amphitheater angeordnet und umgeben von einer typischen Mittelmeervegetation. Anconas alter und bedeutender Hafen wurde schon im römischen Zeitalter genutzt und war im Mittelalter Ausgangspunkt von Kreuzzügen. Im Bereich des Hafens wurde 115 n.Chr. der Bogen des Trajan errichtet. Nicht weit von diesem Bogen entfernt befindet sich der Dom. Das Amphitheater konnte im 1. Jh. n.Chr. fast 8000 Zuschauer aufnehmen, heute sind nur noch Ruinen zu sehen.
Auf der langgestreckten Piazza del Plebiscito, die mit ihren Bauten des 14. bis 16. Jh. als "Salon" der Adriahafenstadt gilt, finden im Sommer Freilichtaufführungen statt. Eine Freitreppe steigt zur Kirche San Domenico an. In Ancona befindet sich das Archäologische Nationalmuseum der Marken mit wichtigen Fundstücken aus dem griechischen, etruskischen und römischen Zeitalter.
Außergewöhnlich ist die Konzentration von Meisterwerken der Kunst in Loreto (Provinz Ancona). Sein bekanntestes Denkmal ist die Wallfahrtskirche des Heiligen Hauses, ein Ziel ständiger Pilgerfahrten. Die Kirche enthält das Haus, in dem Jesus gelebt haben soll. Der Legende nach soll es 1294 von Engeln nach Loreto gebracht worden sein, nachdem es in die Hände von Moslems gefallen war.
Südlich von Ancona und nah bei Loreto befindet sich in Recanati das Geburtshaus eines der größten Genies der italienischen Dichtung, Giacomo Leopardi (1798-1837).