Granada, die vielbesungene Stadt am Fuss des schneebedeckten Sierra-Nevada-Gebirges, streitet sich mit Sevilla und Corboba darum, welche nun die schönste Stadt Andalusiens ist. Bei Granada denkt jeder sofort an die Albambra: An den maurischen Palast oder Festung mit dem weltbekannten Löwenbrunnen, an seine Magie, seine Verzauberung, seine einzigartige Schönheit, an die schattige Kühle der traumhaften maurischen Gärten des Generalife, den Blumenduft und das Geräusch von geheimnisvollen Wasserläufen überall.
Während der grösste Teil des von Mauren besetzten Spaniens von den Christen zurückerobert werden konnte, widerstand Granada als letzte Stadt. Insgesamt hielten die Araber Granada fast achthundert Jahre lang besetzt. Als König Abu Abd Allah, genannt Boabdil, der letzte der Kalifen, die Albambra verlassen musste im Jahre 1492 nach einem zehnjährigen Krieg, den die Katholischen Könige, Isabella und Fernando, gegen ihn führten, weinte er: Isabella und Fernando erwählten Granada wegen seiner Schönheit als den Platz ihrer letzten Ruhestätte.