| Im Gemälde- und Skulpturenmuseum neben dem ethnologischen Museum sind Werke türkischer Künstler vom späten 19. Jh. an bis heute zu sehen. Von Zeit zu Zeit finden hier auch internationale Ausstellungen statt. (Montags geschlossen). Das Museum des Befreiungskrieges ist im ersten Parlamentsgebäude der Türkei, einem alttürkischen Bauwerk am Ulus-Platz, untergebracht. Hier wurde der Beschluß für den Unabhängigkeitskrieg gefaßt und die Republik Türkei proklamiert. Im Museum stehen Wachsfiguren aller bisherigen türkischen Staatspräsidenten. (Montags geschlossen). Das Republikmuseum neben dem des Befreiungskrieges liegt in einem Park mit Restaurant und Cafe im zweiten republikanischen Parlamentsgebäude und birgt hauptsächlich Anschauungsmaterial aus den ersten Jahren der Republik. (Montags geschlossen). Im Atatürk-Wohnhaus hat der Republikgründer gewohnt. Es steht in Gankaya im Park des Präsidenten-Palais und kann an Sonn- und Feiertagen von 13.30-17.00 Uhr besichtigt werden. Naturkundemuseum: Die Exponate im Museum des metallurgisch - technischen Forschungsinstitutes MTA an der Straße nach Eskisehir vermitteln ein anschauliches Bild von der Entstehung der Erde und der Entwicklung der Flora und Fauna. (Durchgehend geöffnet mit Ausnahme religiöser Feiertage.) PTT (POST)-Museum: Die Basis des 1982 eröffneten Postmuseums bildet die Sammlung des Postdirektors Izzet Efendi aus den Jahren 1880-1888. Die heute zu sehenden Exponate dokumentieren die Entwicklung des türkischen Post- und Philateliewesens. (Samstags und sonntags geschlossen). Das TRT (Türk. Rundfunk- u. Fernseh)-Museum in der TRT-Generaldirektion im Bezirk Oran belegt die Entwicklung der türkischen Rundfunk- und Fernsehgeschichte. (Geöffnet montags, mittwochs und freitags von 11.00 - 15.00). Das Mehmet Akif Ersoy-Museum auf dem Großen Campus der Hacettepe-Universität ist dem Nationaldichter und Verfasser der türkischen Nationalhymne gewidmet und enthält neben seinen Besitztümern und Schriften Unterlagen zur türkischen Unabhängigkeitsgeschichte. (Geöffnet montags bis freitags von 10..00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 16.00 Uhr). Im TCDD- (Türk. Eisenbahnen)-Freilichtmuseum am Celal Bayar-Boulevard hinter dem Hauptbahnhof sind alte Dampflokomotiven ausgestellt. (Samstags u. sonntags geschlossen). Das Kartenmuseum in der Generalkommandantur für Landkarten (Harita Genel Komutanligi) im Cebeci-Viertel birgt eine reiche Kartensammlung. (Geöffnet dienstags und donnerstags von 09.00 -12.00 Uhr und 14.00 - 17.00 Uhr). Das Meteorologiemuseum an der "Sanatoryum" -Straße in Kalaba belegt die Geschichte der türkischen Wetterkunde (samstags und sonntags geschlossen). Das Bildungs- u. Erziehungsmuseum in der Gazi-Universität im Stadtteil Besevler enthält ein Archiv Zivilisationen mit Unterrichtsbüchern und -material. (Samstags und sonntags geschlossen) Das Spielzeugmuseum im Ankaraner Stadtteil Cebeci enthält Spielzeug aus Holz, Porzellan, Blech und Papier. (Geöffnet mittwochs und freitags von 10.00 - 17.00 Uhr) Im ODTÜ (Techn. Univ. Mittelost)-Museum stehen archäologische und ethnologische Exponate. (Geöffnet von 08.30 - 15.30 Uhr, samstags und sonntags geschlossen). Im Ziraat Bank-Museum im Stadtteil Ulus in einem Gebäude aus der Gründerzeit kann man eine reiche Geldsammiung bewunden. (Geöffnet von 08.30 - 17.30 Uhr, samstags und sonntags geschlossen) Die Burg erhebt sich im Stadtteil Ulus auf einem vulkanischen Bergrücken und auf Fundamenten aus der Zeit der Gallier. Sie wurde unter den Römern, Byzantinern und Seldschuken restauriert. Von hier genießt man einen schönen Blick über die Stadt. Die Burgmauer umschließt alttürkische Häuser, von denen viele orignalgetreu restauriert und zu Kunstgalerien und Restaurants umfunktioniert wurden. Hier kann man die lokalen Weine erproben, was schon die Hattis und Hethter taten, wie goldene Trinkgefäße der Hattis und das hethitische Wort für Wein auf Keilschrifttafeln um 2000 v.Chr. bereits bezeugten. In der Provinz Ankara gedeihen hervorragende Rebensorten. Das Römische Theater liegt außerhalb der Burgmauern unterhalb der Burg. Die Ausgrabungen dauern an. Die Fundamente von Scena und Proscena sind freigelegt. Die dabei gefundenen Statuen und Bauelemente stehen im Museum für anatolische Zivilisationen. Der Augustus-Tempel im Ulus-Viertel wurde von Gallierkönig Pylamenes als Zeichen seiner Verbundenheit mit Rom 10 n.Chr. für Kaiser Augustus auf der Ankaraner Akropolis über dem Fundament eines Tempels für den Mondgott Sin errichtet, im 2. Jh. mit Säulen umgeben und in Form eines Pseudodipterus restauriert. In eine Tempelwand ist das "Politische Testament des Augustus" in lateinischer und griechischer Sprache eingemeißelt. Im 5. Jh. wurde der Tempel von den Byzantinern zu einer Kirche umfunktioniert. Im 15. Jh. bauten die Moslems eine Moschee an. Das Römische Bad im Ulus-Quartier an der Straße nach Gankiri hat die klassische Aufteilung in Frigidarium, Tepidarium und Caldarium, wurde in der ersten Hälfte des 3. Jh. unter Kaiser Caracalla gebaut und war Äskulap, dem Gott der Heilkunst, gewidmet. Heute sind nur noch die Fundamente zu sehen. Die Julianus-Säule im Ulus-Quartier wurde 362 vermutlich zur Erinnerung an den Besuch des römischen Kaisers Julian Apostata errichtet. Sie ist 15 m hoch und hat ein für jene Zeit typisches Kapitell mit Acanthusblättern. Das Republikdenkmal von 1927, auf dem Ulus-Platz symbolisiert den türkischen Freiheitskampf . Das Vertrauensdenkmal von 1935 steht im Güven-Park. Es trägt die Botschaft Atatürks "Türke, sei stolz, arbeite hart und vertraue Dir selbst." Das Siegesdenkmal zeigt Atatürk in Uniform, wurde 1927 errichtet und befindet sich a,~ Boulevard Atatürk im Stadtteil Sihhiye auf dem Zafer (Sieges)-Platz. Yassihöyük (Gordion) liegt 105 km von Ankara enffernt an der Straße nach Eskisehir hinter Polatli, war die Hauptstadt des Phrygischen Königreiches und der Ort, wo Alexander der Große den Gordischen Knoten zerhieb, was ihm, wie das Orakel versprochen hatte, die Herrschaft über Asien eintrug. In Gordion kann man den Tumulus mit der Grabkammer von König Midas mit den Eselsohren, in dessen Händen sich alles in Gold verwandelte, ein kleines Museum und viele Fundamente der alten Königsstadt besichtigen . In Gavurkalesi an der Straße nach Haymana in der Nähe des Dorfes Dereköy und 60 km von Ankara entfernt erhebt sich eine Felswand mit dem Relief zweier hethitischer Götter. Das Relief und Felsengräber lassen auf eine hethitische Tempelanlage schließen. Thermalbäder befinden sich in Kizilcahamam, Haymana, Ayay und Dutlu, die 80 bzw. 72, 57 und 85 km von Ankara entfernt sind und alle über Kureinrichtungen verfügen. |
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