Seit 1974 läuft mitten durch die Altstadt die "Greenline" und trennt das griechische Zypern von dem türkisch besetzten Nordteil. Sie bietet mit ihren Sandsäcken, Ölfässern und Wellblechzäunen einen traurigen Anblick. Fotografieren ist hier strengstens verboten. Bewacht wird diese Demarkationslinie von UN- Soldaten. Die Sehenswürdigkeiten von Lefkosia liegen alle in der Altstadt. Vor ein paar Jahren hat man einen Stadtteil - Laiki Yitonia - im ursprünglichen Stil restauriert und es mit Handwerkern, Künstlern, Tavernen und Souvenirläden besiedelt. Entstanden ist ein Stück Altzypern mit romantischen Gassen und blumenübersäten Winkeln, in denen man den Handwerkern bei ihrer Arbeit zusehen kann. Tagsüber herrscht hier ein stets gewaltiger Trubel. Ein "Muss" für den Besucher ist das Zypern-Museum (Cyprus Museum). Ein Gang durch das Museum ist wie eine Reise durch die Geschichte. In 16 Säalen werden Zeugnisse einer 9000-jährigen Geschichte dokumentiert. Von den ersten Spuren menschlicher Besiedlung bei Khirokitia zeugen einfache Geräte aus Knochen und Feuerstein. Eine große Sammlung aus der Bronzezeit umfaßt Terracotta-Figuren aus dem Heiligtum bei Agia Eirini - heute im türkisch besetzten Teil. Höhepunkte sind die Marmorstatue der Aphrodite von Soli, die 2 m hohe Bronzestatue des römischen Kaisers Septimus Severus, der berühmte "Gehörnte Gott" von Enkomi und eine große Sammlung von Kultfiguren aus einem archaischen Heiligtum. Höchst sehenswert auch für "Laien" ist das Ikonen-Museum mit über 1000 kostbaren Heiligenbildern aus dem 17. Jahrhundert. Es befindet sich, ebenso wie das Volkskundemuseum, in einem Seitentrakt des Erzbischöflichen Palastes. Vor dem Museum erinnert eine monumentale Statue an den 1977 verstorbenen Erzbischof und Staatspräsident Makarios. Neben dem Palast befindet sich die orthodoxe Kathedrale des Heiligen Johannes, deren Inneres über und über mit fantastischen Fresken geschmückt ist und über der sehenswerten Kanzel thront majestätisch ein großartiger, doppelköpfiger Adler das Hoheitszeichen des einst so mächtigen Byzanz. |
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